
Meine Nachbarin hat mir vor kurzem erzählt, das Ihr Sex nicht sonderlich etwas bedeute. Das Sie auch gut ohne leben könne. Kuscheln, streicheln, lieb haben das ja. Aber dreimal die Woche auf die Matratze damit die Statistik nicht verhaut ist? Nein sicher nicht. Sie sagte mir, sie wollte einmal so richtig ehrlich sein! Sie dachte auch, Sie müsse immer einen auf sexy machen, und wenn er darauf anspringt, hat Sie es auch toll gefunden! Aber der Sex selbst, der war Ihr nie richtig wichtig. Sie war richtig stolz auf sich, das Sie das über Ihre Lippen brachte, aber Sie glaubt Sie wäre nicht normal. Und nun sitzt Sie da und weint, hat die Krise und denkt, das Ihre Beziehung in Brüche geht. Denn wenn der eine oft will und der andere ganz selten, kann man ja gleich die Schlösser austauschen lassen. Ich beruhigte Sie und sagte, Sie wäre ganz normal, Google mal unter Sex-Unlust und du bekommst jede Menge Studien zum Thema. Jede 10 Frau leidet unter mangelnder Lust. Vielleicht auch mehr, Dunkelziffer, Sie wissen schon. Und weil die halt schön hoch sein muß, strengt sich die Pharmaindustrie mächtig an, etwas dagegen zu tun. Zum Beispiel, ein Testosteronpflaster aufpicken. Das klebt dann gleich neben dem Nikotin-und dem Verhütungspflaster. Ob das die Lösung ist? In einer Werbung habe ich einmal gehört, Einwirkende Kräfte werden durch die verstrebte Struktur gleichmäßig verteilt und Belastungen souverän ausbalanciert! Legen Sie das mal auf die Beziehung um ! Reden, reden, reden. Wenn die Beziehungsstruktur stimmt, wird man auch damit fertig!


Mein Freund und ich kannten uns seit ca. sieben Jahre, unser Liebesleben war so lala. Ich befriedige mich selbst, und in meiner Fantasie stellte ich mir vor, dass jemand mir die Augen verbindet, mich fest hält und schlägt - dass ich wehrlos bin. Manchmal war ich auch die Dominante, fügte einem Mann Schmerzen zu. Alles das erregte mich total. Die Orgasmen, die ich dabei hatte, waren völlig andere als mit meinem Freund. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und ging in einen Sexshop, kaufte eine Art Grundausstattung: Handschellen, Maske, Peitsche. Als mein Freund und ich beim nächsten Mal zur Sache kamen, habe ich zu ihm gesagt er sollte die Augen schließen. Ich habe ihm die Maske aufgesetzt und ihn an den Bettpfosten gekettet. Er war erst irritiert und fragte was der Quatsch sollte. Ich zog ihm mit der Peitsche vorsichtig eins über - und war selbst erstaunt, wie aus meinem Gedankenspiel Realität wurde. Ich spürte, wie geil es ist, wenn aus Schmerz Erregung wird und umgekehrt, wenn die ein vertrauter Partner auf einmal fremd ist. Meine Erleichterung war riesig, als ich merkte, dass es auch meinem Freund sehr gefiel. Beim nächsten Mal wollte er es mit Rollentausch. Das mochte ich noch lieber. Es ist dieses sich ausliefern , das mich verrückt macht. Ich liege oder stehe da, weiß nicht was kommt - und mein Freund kann mit mir alles machen, mich so oft nehmen, wie er will. Wir haben seitdem immer öfter experimentiert. Unserer Beziehung hat diese erotische Finesse wahnsinnig gut getan. Wir bevorzugen eben Sadomaso Light. Und es bleibt unser kleines schmutziges Sex Geheimnis.