Meine Nachbarin hat mir vor kurzem erzählt, das Ihr Sex nicht sonderlich etwas bedeute. Das Sie auch gut ohne leben könne. Kuscheln, streicheln, lieb haben das ja. Aber dreimal die Woche auf die Matratze damit die Statistik nicht verhaut ist? Nein sicher nicht. Sie sagte mir, sie wollte einmal so richtig ehrlich sein! Sie dachte auch, Sie müsse immer einen auf sexy machen, und wenn er darauf anspringt, hat Sie es auch toll gefunden! Aber der Sex selbst, der war Ihr nie richtig wichtig. Sie war richtig stolz auf sich, das Sie das über Ihre Lippen brachte, aber Sie glaubt Sie wäre nicht normal. Und nun sitzt Sie da und weint, hat die Krise und denkt, das Ihre Beziehung in Brüche geht. Denn wenn der eine oft will und der andere ganz selten, kann man ja gleich die Schlösser austauschen lassen. Ich beruhigte Sie und sagte, Sie wäre ganz normal, Google mal unter Sex-Unlust und du bekommst jede Menge Studien zum Thema. Jede 10 Frau leidet unter mangelnder Lust. Vielleicht auch mehr, Dunkelziffer, Sie wissen schon. Und weil die halt schön hoch sein muß, strengt sich die Pharmaindustrie mächtig an, etwas dagegen zu tun. Zum Beispiel, ein Testosteronpflaster aufpicken. Das klebt dann gleich neben dem Nikotin-und dem Verhütungspflaster. Ob das die Lösung ist? In einer Werbung habe ich einmal gehört, Einwirkende Kräfte werden durch die verstrebte Struktur gleichmäßig verteilt und Belastungen souverän ausbalanciert! Legen Sie das mal auf die Beziehung um ! Reden, reden, reden. Wenn die Beziehungsstruktur stimmt, wird man auch damit fertig!

